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Samstag, 30. und Sonntag, 31. Januar 2010

Samstag, 30. und Sonntag, 31. Januar 2010

stvincent3bis11970 war ich zu klein, um an der ersten Saint Vincent Tournante in Chassagne-Montrachet teilzunehmen oder mich an sie zu erinnern. Die Organisation dieser Ausgabe war für mich wie für viele andere meiner Generation eine neue und intensive Erfahrung.

Ein Jahr lang investierten die Einwohner unseres Dorfes, egal ob Winzer oder nicht, ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in die Vorbereitungen für diese bedeutende Veranstaltung.

Am Tag X war trotz des launischen Wetters des Vortages alles bereit für den Umzug der 80 “Sociétés de Secours Mutuel de Bourgogne” (Burgunder Gesellschaften für gegenseitige Hilfe) unter der Leitung der Brüderschaft der Chevaliers du Tastevin, für die feierliche Messe durch den Dijoner Bischof Minnerath und für die Inthronisierungen.

Die 40 000 Besucher, die uns das ganze Wochenende über begleiteten, konnten schließlich die für sie aus der Ernte 2008 erzeugte Weißwein-Cuvée Chassagne-Montrachet kosten.

Es war ein tolles und stolzes Gefühl, zu dieser großen Familie der Burgunder Winzer zu gehören, die seit Generationen zur Förderung dieses einzigartigen Terroirs beitragen und seine herausragenden Weine produzieren.

Und was wäre normaler gewesen, als diese festlichen Momente zusammen mit seiner Familie, mit Freunden und anderen Gästen zu verbringen und zwischen zwei “Bans bourguignons” (traditionelle Burgunder Gesänge) ein paar alte Flaschen zu öffnen?

- Magnumflaschen Chassagne-Montrachet Les Masures Blanc 1997
- Flaschen Bâtard-Montrachet Grand Cru 1990

Sonntag, 22. November 2009

In diesem Jahr empfing Burgund zwei Tage lang die französische Weinkellnervereinigung “Union de la Sommellerie Française” (UDSF) für ihre Jahreshauptversammlung.

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Chassagne-Montrachet im Mittelpunkt

Unter der Leitung des Präsidenten der Burgunder Sommelier-Vereinigung “Association des Sommeliers de Bourgogne” wurden an diesem Sonntagnachmittag rund einhundert Weinexperten von den 27 Winzern des Dorfes, die dem Aufruf von Jean-Claude Wallerand gefolgt waren, willkommen geheißen. Dieser bedeutenden Delegation gehörte unter anderem Philippe Faure-Brac an, der 1992 in Rio (Brasilien) zum besten Sommelier der Welt gewählt worden war.

Für die Teilnehmer war es eine Gelegenheit, bei einer Verkostung von ca. sechzig Weinen der Jahrgänge 2008, 2007 und zum Teil auch 2006 die weißen und roten Appellationen unseres Dorfes wiederzuentdecken.

Die Domaine Jean-Noël Gagnard

Um die Domaine Jean-Noël Gagnard zu präsentieren, hatte ich drei 2006er ausgewählt: unseren weißen Masures und unsere rote Cuvée L’Estimée aus den Dorflagen sowie als Premier Cru meinen aktuellen weißen Favoriten, den “Les Champs Gain”, dessen Beschreibung Sie in der Rubrik “Gestern habe ich probiert” finden können.

Verkostungsnotizen vom Samstag, 7. November 2009

Ein zauberhafter Wein voller Ruhe und Sinnlichkeit.

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Mein Mann und ich haben beschlossen, den Abend gemütlich mit einem Glas Wein zu beginnen. Nur das Knistern des Feuers im Kamin durchdringt die im Wohnzimmer herrschende Stille.

Draußen ist es dunkel und kalt, nichts eilt mehr. Ich nehme mir Zeit, um die schöne goldene Farbe dieses 2006er zu betrachten, und erinnere mich an die sonnenverwöhnten Trauben, die wir in jenem Jahr geerntet haben.

Ich schwenke langsam mein Glas. Einmal, zweimal, dreimal … eine Explosion von Düften entströmt diesem Tanz der Aromen. Dieser Champs Gain entfaltet ein umwerfendes Bukett von reifen Früchten, dominiert von Orangenaromen.

Nicht minder groß ist der Genuss am Gaumen, an dem sich süße Mineralität und Aromen frischer Butter sinnlich vereinen. Dazu gesellen sich Noten von Vanille, die diesem brillanten und köstlichen Wein eine herrliche Würze verleihen.

Chassagne-Montrachet, 24. Juli 2009

Anfang Juli haben die von den Winzern und ihren Mitarbeitern verlassenen Weinreben ihre sommerliche Ruhe wiedergefunden.
Die liebevoll gepflegten und disziplinierten Rebreihen baden in der warmen Sonne und demonstrieren nach gelegentlichen starken Regenfällen ihre ganze Kraft, was zusätzliche Gipfelarbeiten erfordert.
Unter dem grünen Mantel geht es den Trauben gut. Einige Beeren beginnen bereits sich zu verfärben, wie auf diesem Foto, das ich in Chassagne in unserer Parzelle des Premier Cru Clos Saint Jean gemacht habe.
In einem durchschnittlichen Jahr lässt sich dieses Vegetationsstadium um den 5. August herum beobachten!

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Le Chassagne
4, Impasse des Chenevottes
21190 Chassagne-Montrachet
Tél : 03 80 21 94 94
Fax : 03 80 21 97 77
lechassagne@wanadoo.fr

Verkostungsnotizen vom 19. März 2009

2003, ein Frost- und Hitzejahr, hat dem Beginn dieses Jahrhunderts einen klaren Stempel aufgesetzt.

Die ersten Anzeichen der Klimaerwärmung, die sich in einem extrem heißen Sommer und einer frühzeitigen Weinlese ausdrückten, haben Spuren in der Erinnerung der Bevölkerung und der Winzer hinterlassen.

Sechs Jahre sind seitdem vergangen, und es kommt nicht selten vor, dass ich im Weinkeller bei einer Verkostung eine Flasche unseres Boudriotte 2003 aufmache.

Aufgrund der unteren Hanglage dieser Parzelle machte der Frost sich hier stark bemerkbar und führte zu sehr geringen Erträgen. Glücklicherweise, muss man sagen, denn in der später folgenden Sommerhitze wäre es den Weinreben nicht gelungen, alle Trauben ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Heute schwenke ich gerne seine goldgelbe Farbe im Glas und genieße sein voll entwickeltes Bukett.

Im Geschmack hat er seine jugendliche Vollmundigkeit bewahrt, jedoch an Eleganz und Finesse gewonnen. Es ist, als sei die Weisheit des Alters Herr seiner früheren Überschwänglichkeit geworden oder als habe die Vernunft seine Struktur unter Kontrolle gebracht.

In der Länge entfalten sich weiterhin Aromen getrockneter Früchte und Noten von Schokolade, doch das Finale ist reiner und frischer.

Lassen Sie sich wie ich von seiner Fülle und seiner leichten Zugänglichkeit verführen und von seinem Charakter und seiner Tiefe begeistern.

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